Unsere Bildungsprojekte

Kinder und Jugendliche entdecken und lernen im biogartl

Zielgruppen: 6-13 Jahre und 14-17 Jahre
Dauer: ca 3-4 Stunden

Von April bis August 2021 können in unserem vielfältigen Gemüsegarten wieder Lern-, Erlebnis- und Mitmachaktionen zu verschiedenen Themen für die jüngere Generation stattfinden. Schulklassen und andere Gruppen können im biogartl unter dem Motto „Vom Acker auf den Teller“ erfahren, wie aus Samenkörnern Lebensmittel werden. Fühlen, riechen, schmecken – spielerisch und ungezwungen in unserer Solidarischen Landwirtschaft miterleben, mitmachen, mitgestalten.

Je nach Jahreszeit können wir folgende Aktionen durchführen:

  • Wir kochen eine vielfältige Gemüse- und Kräutersuppe am Lagerfeuer
  • Stockbrot am Lagerfeuer machen
  • Kartoffeln mit allen Sinnen erfahren und genießen
  • Kulturen mischen: Die Mischkultur im Gemüsebau – Vielfalt säen und pflanzen
  • Wir ernten und verarbeiten, was wir nicht gesät haben – Ackerwildkräuter sind kein Unkraut!
  • Wir stecken verschiedene Bohnen als Frucht- und Stickstoff bringende Mischkulturpartner
  • Der Wurm als Ochs des Gärtners – zur Ökologie des Bodens

Je nach Interesse können Themen auch kombiniert werden.

Zur Bereicherung des Aufenthalts im biogartl haben wir Info-Blätter gestaltet zu folgenden Themen:

Arbeitsblätter zu typischen Aktionen im biogartl:

  • Arbeiten im Vegetationsverlauf der Pflanzen: Säen, Einpflanzen, Gießen, Düngen
  • Selber Saatgut gewinnen am Beispiel des Radieschens und der Stangenbohne
  • Ernten und Lagern
  • Teilen und Verteilen
  • Verarbeiten und Kochen
  • Kümmern um Nutztiere: unsere fleissigen Bienen (Bestäuber und Honiglieferanten)

Arbeitsblätter zu wichtigen Themen im biogartl:

  • Solidarische Landwirtschaft
  • Vielfalt und Partizipation (Mitmachen und Mitgestalten)
  • Regionalität und Saisonalität
  • Saisonkalender mit unserem kultiviertem Gemüse
  • Ackerwildkräuter
  • Regenerative Landwirtschaft & Humus
  • Mondkalender
  • Vielfältiges Mikrobiom im Boden, in unserem Gemüse, in unserem Körper

Anmeldungen, Terminvereinbarungen und Fragen bitte an Gerhard Geiger unter hallo@biogartl.de richten

Aufbauende Landwirtschaft:
Informationsveranstaltung für Landwirt*innen und Gärtner*innen

Das biogartl veranstaltet Anfang / Mitte Juni 2021 einen Infotag mit drei spannenden Vorträgen zum Thema Aufbauende Landwirtschaft. Es werden wichtige Aspekte von Bodenbiologie, Bodenphysik, Bodenchemie bzw. Bodenfruchtbarkeit und Humusaufbau behandelt und anhand praktischer Beispiele veranschaulicht.

Dr. Dominik Christophel
(Bodenanalytiker und Berater)

  • Bodenkundliche Grundlagen: Faktoren der Bodenbildung, wieso sind Böden so unterschiedlich?, wie werden Nährstoffe im Boden gespeichert und bereit gestellt?, welche Nährstoffformen gibt es?, Nährstoffverfügbarkeit, was ist die Kationenaustauschkapazität?, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur deutschen Standardanalyse
  • Einführung in die Albrecht-Analyse: Grundlagen und Hintergünde, Praxisbeispiele, Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Bodenproben aus dem biogartl

Florian Jobst
(Landwirt aus Moosthenning und Mitarbeiter Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft)

Biolandwirt Florian Jobst mit seinen Erfahrungen zur aufbauenden Landwirtschaft mit Beispielen zu abfrierenden und überwinternden Zwischenfrüchten, Zwischenfruchtmangement bei Dammkulturen und Untersaaten in Getreide und Hackfrüchten.

Heribert Huber
(Landwirt aus dem Landkreis Straubing-Bogen)

Einstieg in Regenerative Landwirtschaft – Erfolge und Misserfolge. Beispiel Kartoffelanbau.

Zum Kartoffelanbau sagt Heribert:
„Vulkangesteinsmehl hilft gegen den Kartoffelkäfer, er mag das harte Gestein nicht und das Silizium stärkt die Pflanze und Zeolith hilft, Nitrat abzufedern. Komposttee und Kalk und Bor schieben die Photosyntese an und machen den Blattsaft nicht so schmackhaft für den Kartoffelkäfer, denn der Käfer hat ein einfaches Verdauungsystem und ist auf das Nitrat in der Pflanze aus. Zudem wirkt Vulkangesteinsmehl als Sonnencreme, wenn wie in 2020 die UV-Strahlung hoch ist wegen des eingeschränkten Luftverkehrs. Ferment ist auch noch gut für die Kartoffelpflanze und sollte bei jeder Spritzung mit. Es geht hier um die Krautfäule, welche durch das Ferment (Biologie) gebremst und verhindert wird. Krautfäule ist u. a. auch ein Phosphor und Vitamin C Mangel, dem man entgegenwirken kann.“